Projektüberlegungen für das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

Das Mobilitätsprojekt wurde vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) Baden-Württemberg finanziell unterstützt. Mit folgenden Gedanken sind die Projektverantwortlichen an das Ministerium herangetreten:

Mobilitätsperspektive für Jung und Alt im Zweitälerland – eine Projektidee der Gemeinden Biederbach, Elzach, Gutach im Breisgau, Simonswald und Winden im Elztal (in Folge: Zweitälerland)

Im Rahmen des LEADER – Beteiligungsprojekts “Die Zukunft der Jugend im ländlichen Raum” wurde eine umfassende Umfrage bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 14 und 20 Jahren durchgeführt. Von rund 1.500 angeschriebenen Jugendlichen der Gemeinden Biederbach, Elzach, Gutach im Breisgau, Simonswald und Winden im Elztal beteiligten sich über 500 Jugendliche und es gab zwei zentrale Themen, die die Jugendlichen thematisiert und diskutiert haben: Die Internetverbindung, ein Jugendtreffpunkt und die Mobilität. Das LEADER – Projekt ist formal beendet und derzeit arbeiten wir an der Weiterentwicklung und Umsetzung des Jugendbeteiligungsverfahrens.

Die Ergebnisse wurden bei einem Jugendforum vorgestellt und rund 50 Jugendliche diskutierten mit etwa 30 Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker (http://www.badische-zeitung.de/gutach-im-breisgau/mehr-zuege-busse-und-jugendtreffs–82090941.html) über den jugendlichen Perspektiven im Zweitälerland. Ein „Rat für die Jugend“ (nach dem Vorbild der BürgerInnenräte aus dem Vorarlberg) vertiefte die Themen und stellten ihre Ergebnisse bei einem offenen Themenabend (http://www.badische-zeitung.de/gutach-im-breisgau/mehr-mobilitaet-und-jugendtreffs–85611861.html) und bei der interkommunalen Sitzung von VertreterInnen der Gemeinderäte vor (http://www.badische-zeitung.de/gutach-im-breisgau/der-anstoss-ist-gegeben–86204658.html).

Der „Rat für die Jugend“ würde gerne an dem Thema weiterarbeiten, mit folgender Perspektive:

ZIEL: Entwicklung eines alternativen Mobilitätskonzepts bzw. Mobilitätsbörse evtl. auf einer schon bestehenden Mitfahrplattform für das Zweitälerland unter Einbeziehung der Großen Kreisstadt Waldkirch.

Unsere Arbeitshypothese: Wenn wir durch eine regionale und jugendgemäße Mobilität die Attraktivität des ländlichen Raums, insbesondere erstmal im Zweitälerland, verbessern, kann dies bei der jungen Generation zu einer stärkeren Identifikation mit der Herkunftsgemeinde und mit der Region führen.

Die weitere Erkenntnis: Alternative Mobilität ist nicht nur ein Thema der jungen Generation sondern auch der Senioren. Gelingt es uns hier für das individuelle Mobilitätsbedürfnis ein Angebot zu entwickeln, stärkt dies das positive Lebensgefühl auch der älteren Generation.

Die Jugendbeteiligung: Vor diesem Hintergrund starteten die Zweitälerlandgemeinden das Jugendbeteili-gungsprojekt und entwickeln es nun themenspezifisch weiter. Wir wissen, dass das Mobilitätsanliegen auch die Zielgruppe der Senioren intensiv beschäftigt. Vor diesem Hintergrund sind wir davon überzeugt, dass eine Weiterentwicklung nicht nur einen Nutzen für die junge Generation hat, sondern durchaus für alle Bevölkerungsgruppen. Es ist bemerkenswert und soll auch weiterhin unterstützt werden, dass Jugendliche sich für die Mobilitätsperspektive persönlich einsetzten und sich für die regionale Gemeinschaft engagieren. Wenn aus der Jugendbeteiligung ein intergeneratives Beteiligungsprojekt möglichst vieler Bürger wird, so gehen wir unserer Einschätzung nach neue Wege der Bürgerbeteiligung.

Der Gewinn für Baden-Württemberg: Das hier identifizierte Thema der Mobilität von Jugendlichen in ländli-chen Räumen ist ein Anliegen, dass nicht nur in einem Schwarzwaldtal vorherrscht, sondern dass unsere Perspektiventwicklung Vorbild für andere ländliche Regionen ist. Wir dokumentieren die Maßnahmen so, dass es einen hohen Nutzwert für das Ministerium und für weitere Jugendbeteiligungsprojekte hat.

Fachliche Begleitung und Prozessmoderation: Im Rahmen des LEADER-Projekts wurden wir von Herrn Udo Wenzl, Kommunalberater und Jugendbeteiligungsexperte aus Waldkirch (www.udowenzl.de) sowie von Marie Winterhalter (Schulsozialarbeit Realschule Elzach) begleitet.

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